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Diskriminierung von schuhbefreiten Menschen in Deutschland
Liebe Barfüßerinnen und Barfüßer, liebe UnterstützerInnen der Barfuß-Initiative Berlin-Brbg.,
das kalte Wetter mit Dauerfrost wird in den nächsten Tagen Tauwetter weichen. Mit den steigen-den Temperaturen sinkt auch die Notwendigkeit, die Füße vor dem Unbill des Wetters zu schützen. Wir können allmählich wieder zur natürlichen Fortbewegungsart übergehen.
Menschen sind von der Evolution für das schuhlose Stehen, Gehen und Laufen vorbereitet worden. Mehr noch: die Ausbildung der Füße durch Barfußlaufen war vor vier Millionen Jahren abgeschlossen und die Voraussetzung für den aufrechten Gang und die Entwicklung der über-ragenden menschlichen Intelligenz. Vernachlässigen wir die uns angeborene Fortbewegungsart wird unser Bewegungsapparat, vor allem und zuallererst unsere Füße durch Unterforderung krank.
Barfußlaufen ist eine wichtige und schöne Maßnahme zur Gesunderhaltung. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, wird seine Schuhe alsbald nicht mehr missen und sich überall frei und natür-lich fortbewegen wollen. Sehr schnell stoßen die Barfüßerin und der Barfüßer an gesellschaft-liche Grenzen: öffentliche Gebäude, besonders von Stiftungen und Behörden, die von sich be-haupten, ein "hohes Haus" mit einer "Würde" zu sein (an sich unsinnig), die womöglich noch ein Weltkulturerbe beherbergen, lassen sich ohne Schuhe nicht betreten. Im Bundestag und im Paul-Löbe-Haus, die vom Souverän für die von ihm entsandten Volksvertreter errichtet wurden, wird Mitgliedern eben jenes Souveräns der Zutritt verwehrt, weil, und nur weil sie keine Schuhe tragen. Bewehrt das Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft seine blanken Füße jedoch mit irgendeiner Art von Fußbekleidung, und seien es Badeschlappen, wird es eingelassen.
Das ist blanke Diskriminierung. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde das Cause “Support German Barefooters!” in Facebook gegründet. Alle großen internationalen Organisationen, wie Greenpeace und Amnesty International unterhalten Seiten mit einem Cause bei Facebook. Diese “Sache” benötigt jedoch eure Unterstützung, damit unsere Argumente bei der Vorsprache bei den Leitern dieser diskriminierenden Einrichtungen ein gewisses Gewicht haben. Bitte tretet dem Cause “Support German Barefooters!” bei: http://apps.facebook.com/causes/causes/353989/about Bitte werbt bei euren Freunden dafür, die Herabsetzung und Vernachlässigung von schuhbefreiten Menschen zu beenden. Werbt dafür, dass möglichst viele UnterstützerInnen Mitglied unserer gemeinsamen Sache, des Cause “Support German Barefooters!”, werden.
Vielen Dank.
Berlin, 12. März 2010,
Johannes Kathol