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Tanz - natürlich mit freien Füßen

Die Berliner Tanzcompagnie Sasha Waltz and Guests


AP - Photo Jan Bauer. Die Tanzkünstlerin Sasha Waltz, aufgenommen während einer Pressekonferenz in Berlin am Freitag, 30. März 2007. Die damals 44-jährige zählt zu den bedeutendsten Choreographen der Welt und hat ein Buch über ihre Karriere veröffentlicht.

Sasha Waltz wurde als Tochter eines Architekten und einer Galeristin am 8. März 1963 in Karlsruhe geboren. Sie ist Choreografin, Tänzerin und Leiterin eines Tanzensembles.

Waltz und ihr Ensemble haben für sich die Kunstform des Umtanzens von Gebäuden entwickelt. Bereits 2001 wurde mit dem Stück S die entkernte Berliner Schaubühne von den Tänzern innen und außen mit körperlicher Bewegungskunst in Besitz genommen. Anläßlich der Eröffnung des Neuen Museums in Berlin im März 2009 erprobten die Tänzer erneut die Wechselwirkung von Gebäude und Bewegung. Zur Einweihung des Museo nazionale delle arti del XXI secolo (MAXXI) am 14. und 15. November 2009 in Rom tritt sie erneut mit ihrem Ensemble auf. Sasha Waltz und Jochen Sandig haben einen Sohn László und eine Tochter Sophia.



Mitglieder der Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests spielen während einer Kostümprobe für die Aufführung "Dialoge 09 - Neues Museum" am 16. März 2009 in Berlin. Das Stück wurde choreographiert von Sasah Waltz und begann am 18. März im vom Britischen Architekten David Chipperfield rekonstruierten Gebäude des Neuen Museums auf der Museumsinsel der deutschen Hauptstadt. Fotos: REUTERS/Tobias Schwarz
Den Besuchern der Museen auf der Berliner Museumsinsel ist es dagegen untersagt, die Ausstellungsräume barfuß zu betreten. Diese werden genötigt, Schuhe zu tragen, um damit der Würde des Hauses und dem Wert der Sammlungen zu entsprechen. Badelatschen genügen den Anforderungen.

Von 1992 an war Sasha Waltz 'artist in residence' im Berliner Künstlerhaus Bethanien. Hier entwickelte sie ihre Reihe "Dialoge" von interdisziplinären Projekten mit Tänzern, Musikern und Bildenden Künstlern. Die Gründung der Compagnie Sasha Waltz & Guests erfolgte gemeinsam mit Jochen Sandig im Jahre 1993. Gemeinsam mit Jochen Sandig, gründete sie 1996 die Sophiensaele in Berlin-Mitte, die sich zu einer der wichtigsten Produktionsstätten für freies Theater und Tanz in Europa entwickelten. 1999 übernahm sie die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, gemeinsam mit Thomas Ostermeier, Jens Hillje und Jochen Sandig. Sie eröffnete die Schaubühne unter neuer Leitung mit der Uraufführung von "Körper" (2000). Die Produktion wurde zum 38. Theatertreffen eingeladen.

Nach Ablauf des fünfjährigen Vertrags machte sie sich ab 2005 wieder selbständig und reaktivierte «Sasha Waltz & Guests» als internationales Kulturunternehmen mit 25 festen und 40 freien Mitarbeitern mit Sitz in Berlin. "Dido & Aeneas" von Henry Purcell in Koproduktion mit der Akademie für Alte Musik Berlin feierte 2005 im Grand Théâtre de la Ville de Luxemburg Premiere und entwickelte sich zu einer der international erfolgreichsten Opernproduktionen mit bisher 50 Vorstellungen in 15 Ländern.


Dialoge 06
von Sasha Waltz im Radialsystem. Foto © Goetzmann/wrb

Sasha Waltz beteiligte sich an der Gründung des RADIALSYSTEM V. Die Initiative zur Gründung eines neuen Raums für die Künste geht auf ihren Partner Jochen Sandig und den Kulturmanager Folkert Uhde zurück. Das Radialsystem ist privatwirtschaftlich als GmbH organisiert und liegt in der Mitte von Berlin-Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg in unmittelbarer Nähe des Ostbahnhofs am Ufer der Spree.

Sasha Waltz & Guests wird vom Land Berlin mit einem eigenen Haushaltstitel institutionell gefördert, erwirtschaftet jedoch fast die Hälfte seines Etats selbst durch Gastspiele und internationale Koproduktionen. Nach einer Meldung der RBB-Abendschau vom 5. Oktober 2009 erhält die Tanzkompagnie mit einer Entscheidung des Berliner Kulturausschusses mehr Geld vom Land Berlin: "Pro Jahr erhält die Truppe nun zusätzlich 300.000 €. Derzeit zahlt das Land Berlin einen Zuschuss von rund eineinhalb Millionen Euro. Rot-Rot reagierte damit auf einen Hilferuf der Compagnie."

Mit dem „Solo für Vladimir Malakhov“ stell-ten die beiden Künstler am 20. April 2006 im Haus der Kulturen der Welt ihr erstes gemein-sames Projekt während des Deutschen Tanzkon-gresses in Berlin vor. Am 16. September 2007 fand in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin die Deutschlandpremiere der Opernchoreografie "Medea" statt, ein musikalisches Werk des französischen Komponisten      Purcell's Dido And Aeneas, 2007 im Sadler's Wells Theatre, London. mehr...
Pascal Dusapin auf der Grundlage des Textes "medeamaterial" von Heiner Müller, auch dies eine Koproduktion mit der Akademie für Alte Musik Berlin. Am 5. Oktober 2007 fand die Uraufführung ihrer Choreografie "Romeo et Juliette" von Hector Berlioz an der Opéra Bastille, Paris statt. Die musikalische Leitung dieser Produktion übernahm Waleri Gergiew. Zum 15-jährigen Bestehen von Sasha Waltz & Guests im Jahre 2008 ist ein umfangreicher Bildband mit dem Titel "Cluster" im Henschel Verlag erschienen.

Für die nachhaltige Sicherung einer zukünftigen Choreographengeneration mit Hilfe des Förderprogramms „Choreographen der Zukunft“, konnte die BASF als Hauptsponsor gewonnen werden. Sasha Waltz ist Schirmherrin von „TanzZeit- Zeit für Tanz in den Schulen“ und leitet die Kindertanzcompany Berlin.


01.05.09: Die Choreografin Sasha Waltz ist mit dem hohen französischen Kulturorden „Officier dans l'Ordre des Arts et des Lettres“ geehrt wurden. Die Auszeichnung wurde ihr für ihr choreografisches Werk zuteil. Die wichtigste kulturelle Auszeichnung Frankreichs ehrt „Personen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben". Verliehen wurde der Orden von der französischen Kulturministerin Christine Albanel.

spiegel.de, 02.10.09: "Die Berliner Tanztheater-Meisterin Sasha Waltz wird die Eröffnung des neuen römischen Museums für zeitgenössische Kunst mit einer Aufführung begleiten. Entworfen hat den MAXXI genannten Bau Zaha Hadid, eine der berühmtesten Architektinnen der Welt.

Hamburg/Rom - Sie verwandelt Tänzer in lebende Statuen, setzt Raum und Körper in Dialog: Im März eröffnete die Choreografin Sasha Waltz das Neue Museum in Berlin mit einer spektakulären Tanzinstallation. Nun wird in Rom die Fertigstellung des neuen Museums für zeitgenössische Kunst MAXXI mit einer choreografischen Ausstellung von Sasha Waltz gefeiert.

Ihr Projekt "Dialoge 09 - MAXXI" wird zur Einweihung des Gebäudes am 14. und 15. November 2009 exklusiv in Rom zu sehen sein. Die offizielle Eröffnung des Hauses ist nach sechs Jahren Bauzeit für das Frühjahr 2010 geplant. Das Museo nazionale delle arti del XXI secolo (MAXXI) wird sich der Architektur und Kunst des 21. Jahrhunderts in all ihren Ausprägungen bis hin zu den performativen Künste widmen.

Zu diesem Zweck hat die britische Architektin Zaha Hadid eine flexible Museumslandschaft gebaut, die zur Einweihung von der Compagnie "Sasha Waltz & Guests" belebt werden wird. Die Berliner Choreografin hatte während ihres Aufenthalts in der Villa Massimo in Rom in diesem Sommer Gelegenheit, das MAXXI im Bau zu besichtigen, und wurde von der Leitung des Hauses gebeten, die Einweihung zu gestalten. Waltz entwickelt dafür die Idee der bewegten Ausstellung auf den verschiedenen Ebenen des Gebäudes weiter, die sie bereits im Neuen Museum in Berlin verfolgte."
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Die Tanzfabrik Berlin – Zentrum für zeitgenössischen Tanz
Tanzfabrik Berlin

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Art Oriental Berlin, Studio für orientalischen,
lateinamerikanischen und haitianischen Tanz


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5Rhythmen® in Berlin

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